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Warehouse Management System (WMS)

Ein Warehouse Management System (WMS), auf Deutsch auch Lagerverwaltungssystem genannt, ist aus modernen Lagerprozessen kaum mehr wegzudenken. Ob im Einzelhandel, in der Industrie oder bei Speditionen mit eigenem Lager – ein WMS sorgt dafür, dass Waren jederzeit auffindbar, Bestände korrekt und Abläufe im Lager effizient organisiert sind. In diesem Artikel erfährst du, was ein WMS ist, wie es funktioniert und wie es sich von verwandten Systemen wie ERP oder TMS unterscheidet. 

Was ist ein Warehouse Management System (WMS)?

Ein Warehouse Management System ist eine Software, die alle Prozesse innerhalb eines Lagers steuert, überwacht und dokumentiert – von der Wareneingangsbuchung bis zum Versand. Typische Bestandteile sind: 

  • Bestandsführung in Echtzeit
  • Verwaltung von Lagerplätzen und Lagerzonen
  • Steuerung der Kommissionierung
  • Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle
  • Unterstützung von Inventuren

Abgrenzung: WMS, ERP und TMS im Vergleich

Ein WMS wird häufig mit ERP- oder Transportmanagement-Systemen verwechselt – zu Unrecht, denn alle drei erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

WMS ERP TMS
Steuert Prozesse innerhalb des Lagers  Steuert unternehmensweite Geschäftsprozesse (Finanzen, Einkauf, Personal)  Steuert Transport- und Speditionsprozesse 
Fokus: Bestände, Lagerplätze, Kommissionierung  Fokus: unternehmensweite Datenbasis  Fokus: Disposition, Tourenplanung, Frachtabwicklung 
Meist an ERP und TMS angebunden  Übergeordnetes System, oft mit WMS/TMS verbunden  Häufig an ein WMS angebunden, wenn Umschlag Teil der Kette ist 

 

Wie funktioniert ein WMS?

  1. Wareneingang erfassen: Die Anlieferung wird gescannt oder gebucht und mit der Sollmenge abgeglichen. 
  2. Einlagerung: Das System weist automatisch einen geeigneten Lagerplatz zu. 
  3. Bestandsführung: Bestände werden fortlaufend in Echtzeit aktualisiert. 
  4. Kommissionierung: Aufträge werden nach Pickliste oder über mobile Endgeräte zusammengestellt. 
  5. Verpackung und Warenausgang: Die Sendung wird für den Versand vorbereitet und im System gebucht. 
  6. Inventur und Reporting: Bestände werden regelmäßig abgeglichen und Kennzahlen ausgewertet. 

Typische Funktionen eines WMS

  • Lagerplatzverwaltung und automatische Einlagerungsstrategien
  • Bestandsführung in Echtzeit
  • Kommissionierstrategien, z. B. Pick-by-Scan oder Pick-by-Voice
  • Anbindung an Barcode– oder RFID-Scanner
  • Unterstützung von Cross-Docking-Prozessen
  • Reporting und Kennzahlen (KPIs) zur Lagerleistung

Varianten von WMS

  • Cloud-WMS und On-Premise-WMS 
  • Standalone-Lösungen oder ein in TMS bzw. ERP integriertes WMS 
  • Branchenspezifische Ausprägungen, z. B. für Kühlgut oder Gefahrgut

Vorteile eines WMS

  • Weniger Fehler bei der Kommissionierung 
  • Höhere Bestandsgenauigkeit 
  • Bessere Nutzung der Lagerfläche 
  • Kürzere Durchlaufzeiten 
  • Transparenz über Bestände in Echtzeit

Was bedeutet das für Entscheider? 

Ob sich ein eigenes WMS lohnt, hängt vor allem von der Größe des Lagers und der Anzahl der täglichen Aufträge ab. Bei kleinen Lagern reicht oft eine einfache Bestandsverwaltung im ERP-System aus. Wächst das Auftragsvolumen, lohnt sich ein spezialisiertes WMS meist schnell, weil es Fehler reduziert und Abläufe beschleunigt. Wichtig bei der Auswahl ist, dass sich das WMS gut an bestehende Systeme wie ERP oder TMS anbinden lässt – sonst entstehen neue Medienbrüche, die eigentlich vermieden werden sollen. 

Wie CarLo Sie dabei unterstützt

Mit CarLo inSTORE bietet Soloplan eine eigene Lagerverwaltungslösung, die direkt mit der Transportdisposition verbunden ist. Wareneingänge, Bestände und Kommissionierung lassen sich so ohne Systemwechsel mit der Tourenplanung und dem Versand verknüpfen. Das reduziert manuelle Übergaben zwischen Lager und Disposition und sorgt für eine durchgängige Datenbasis vom Wareneingang bis zur Auslieferung. 

Fazit

Ein WMS ist mehr als eine einfache Bestandsliste – es organisiert alle Abläufe im Lager und schafft die Grundlage für effiziente, fehlerarme Prozesse. Richtig angebunden an ERP und TMS wird es zu einem zentralen Baustein der gesamten Lieferkette. 

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