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ADR

Das ADR ist ein europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße und somit ein gängiger Begriff in der Transportbranche. Als Basisregelwerk enthält es alle Vorschriften im Straßenverkehr bezüglich Verpackung, Klassifizierung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut (gefährlichen Gütern). Außerdem enthält es Richtlinien zum Umgang mit Gefahrgut während der Beförderung und auch Einschränkungen für verwendete Transportmittel.

Die Abkürzung ADR steht für „Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route“, zu Deutsch „Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“.

Das ADR-Abkommen wurde 1957 erstmals beschlossen und wird alle zwei Jahre anhand technischer und juristischer Fakten aktualisiert.

Welche Vorschriften regelt das ADR?
Für den Gefahrgut-Transport ist im Straßenverkehr je Fahrer eine Erlaubnis nötig, genannt ADR-Schein, Gefahrgutschein oder ADR-Bescheinigung. Ohne diese Bescheinigung ist der Transport nur unter besonderen Einschränkungen und Vorschriften erlaubt.

Laut der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) ist zudem in jedem Betrieb, der am Transport gefährlicher Güter beteiligt sind, mind. ein Gefahrgutbeauftragter zu definieren und eine gültige Schulungsbescheinigung besitzen.

Auch am Transportmittel selbst bestehen diverse Kennzeichnungspflichten für Gefahrguttransporte wie Gefahrzettel, Großzettel und Placards. Auch die Fahrzeug-Ausstattung wie bspw. Sicherheitshelme und Feuerlöscher werden über das ADR festgelegt.