Welche Kompetenzen benötigen Informatikabsolventinnen und -absolventen, um die Softwareentwicklung von morgen aktiv mitzugestalten? Über diese Frage tauschten sich am 22. Juli 2026 die Geschäftsführung von Soloplan und der Präsident der Hochschule Kempten, Prof. Dr. Wolfgang Hauke, aus. Im Mittelpunkt standen agentische KI, neue Arbeitsweisen im Software Engineering und die Weiterentwicklung akademischer Lehrinhalte.
Fundierte Informatikkenntnisse bleiben auch im Zeitalter der KI unverzichtbar und gewinnen sogar an Bedeutung. Denn obwohl agentische Systeme zunehmend Code erzeugen und Aufgaben übernehmen, müssen Menschen Architektur, Qualität, Sicherheit und Auswirkungen beurteilen. Software Engineering verlagert sich damit stärker von der reinen Codeproduktion hin zum Prüfen, Bewerten und verantwortungsvollen Entscheiden.
Neue Anforderungen an Lehre und Softwareentwicklung
Da sich Technologien und Werkzeuge in immer kürzeren Zyklen weiterentwickeln, sollten bewährte Grundlagen durch praxisnahe und regelmäßig aktualisierte Lehrinhalte ergänzt werden. Besonders wichtig sind künftig Kenntnisse in Systemarchitektur, Requirements Engineering, Verifikation, Security und Datenschutz sowie ein grundlegendes Verständnis für Large Language Models und agentische Systeme.
Auch Kommunikation und Delegation werden zu technischen Kernkompetenzen. Ziele, Kontext, Grenzen und Akzeptanzkriterien müssen klar formuliert und Ergebnisse konsequent überprüft werden. Die Zusammenarbeit mit einem KI-Agenten ähnelt dabei teilweise der Führung eines neuen Teammitglieds. Der entscheidende Unterschied bleibt: Ein Agent übernimmt Aufgaben, aber keine Verantwortung. Auch die Wirtschaftsinformatik ist dabei wichtiger denn je. An der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Technologie sorgt sie dafür, dass der Einsatz von KI einem konkreten Nutzen erbringt.
Der regelmäßige Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft ist daher entscheidend, um technologische Entwicklungen frühzeitig in Lehre und Forschung zu integrieren. Als langjähriger Partner und Unterstützer der Hochschule Kempten brachte Soloplan seine Erfahrungen aus der professionellen Softwareentwicklung in das Gespräch ein.
Auch die mögliche Konzeption eines eigenständigen KI-Studiengangs wurde erörtert. Soloplan freut sich, als größtes Softwarehaus der Region relevante Impulse zu geben und die akademische Landschaft aktiv mitzugestalten.










