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Embargo

Embargos sind eine staatlich angeordnete Zwangsmaßnahme, mit der der Güterhandel mit einem bestimmten Staat unterbunden wird. Sie verhindern, dass Güter in bestimmte Länder ausgeführt (Exportverbot) oder von diesen Ländern ins Inland eingeführt werden (Importverbot). Der Begriff stammt aus dem spanischen embargo, bedeutend: Beschlagnahme / Pfändung.

Ein Totalembargo verbietet als Handelsembargo jeglichen Handel mit dem oder zugunsten des Adressaten, ein Teilembargo gilt für bestimmte Wirtschaftsbereiche und das Waffenembargo nur für Munition, Waffen und Rüstungsmaterialien. Außerdem wird im Außenwirtschaftsverkehr immer zwischen länder-, waren- oder personenbezogenem Embargo unterschieden.

Embargos sind meist als Repressalie oder Sanktion (Retorsion) auf völkerrechtswidriges Verhalten eingesetzt, um den Statt zu bestrafen oder zu bestimmten Handlungen zu zwingen / davon abzuhalten. Die offizielle EU Sanctions Map präsentiert im Informationsportal die derzeit bestehenden Sanktionsmaßnahmen. Rechtsverbindlich für die Länderembargos sind ausschließlich die in den gedruckten Ausgaben des Amtsblatts der Europäischen Union und des Bundesanzeigers veröffentlichten Rechtstexte in der jeweils geltenden Fassung.