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Wachstum im Griff

Speditionssoftware: Zuverlässig, einfach - aber nicht billig. Die Spedition Meier aus Renningen ist mit dem Programm Carlo von Soloplan glücklich geworden. Ein Plus sind laut Spediteur die Schulungen.

Wenn Speditionen wachsen, brauchen sie über kurz oder lang eine Software, die die erweiterten Anforderungen in Disposition, Vertrieb und Unternehmensführung meistert. So erging es auch der Spedition Meier aus Renningen bei Stuttgart. Das einst kleine Familienunternehmen wächst nach eigenen Angaben seit einigen Jahren rasant. Längst fährt man durch ganz Europa und ist für Großkunden wie Kärcher oder HP auf Tour. Der Fuhrpark besteht mittlerweile aus 20 Fern- sowie 20 Nahverkehrs- Lkw. Hinzu kommen Subunternehmer. Für das Management der eigenen Lkw suchte man deshalb im Jahr 2004 nach einer zukunftsträchtigen und zeitsparenden Lösung.

»Wir hatten zwar schon ein Programm, aber das stieß an seine Grenzen«, sagt Marcel Andrusch, Speditionsleiter bei Meier. So war es zum Beispiel unflexibel bei Abrechnung und Konditionierung. Auch fehlte die Möglichkeit zu disponieren. »Wichtig war uns bei der neuen Anwendung, dass wir Aufträge gleich in der Dispo mit Preis hinterlegen können. Das vereinfacht später die Abrechnung«, sagt Andrusch. Besonders bei Zurufgeschäften bringe das große Vorteile. Hinzu kam, dass die Renninger einem Speditionsverbund beitraten, der den elektronischen Datenaustausch und eine grafische Disposition zur Pflicht machte.

Dennoch brach die Firma den Kauf der neuen Speditionssoftware nicht übers Knie. »Wir haben uns fast ein Jahr Zeit gelassen, Messen besucht und Angebote gewälzt«, erinnert sich Andrusch. Schließlich entschied man sich für die Anwendung Carlo des Kemptener Softwarehauses Soloplan. »Dabei hatten wir uns zunächst für ein anderes Produkt entschieden, das deutlich billiger war«, sagt Andrusch.

Doch das böse Erwachen kam beim ersten Test: »Ständig traten Anwendungsfehler auf, ein Arbeiten war nicht möglich«, erzählt der Speditionsleiter. So kam es, dass Carlos Konkurrent sein Equipment gleich wieder mit nach Hause nehmen durfte und die Bayern zum Zuge kamen. Dennoch fiel der Spedition Meier die Entscheidung für Carlo nicht leicht. »Soloplan ist nicht gerade ein Billiganbieter«, sagt Andrusch. Und die damals 35.000 Euro für das Komplettpaket mit Schnittstellen musste die mittelständische Spedition erst mal schlucken.

Bereut hat die Spedition Meier ihre Entscheidung jedoch nicht. »Carlo ist von Anfang an ohne Probleme gelaufen«, sagt Andrusch. Auch die Installation sei binnen Tagesfrist vonstatten gegangen. Als die Spedition Meier vor kurzem eine Serverumstellung vornehmen musste, hat Andrusch das Programm sogar eigenhändig wieder installiert. »Das war wirklich nicht schwer«, sagt er. Ein weiterer großer Pluspunkt: »Die Programmschulungen sind einfach top«, berichtet der Speditionsleiter. Das sei besonders wichtig, da ein komplexes Programm wie Carlo eine intensive Vorbereitung benötigt. Die Schulungen sorgten auch dafür, dass die Mitarbeiter das Programm schnell annahmen. Zusätzlich biete Soloplan regelmäßig kostenpflichtige Schulungen an der so genannten Akademie des Unternehmens in Kempten an. »Da gehen wir immer wieder mal hin, um das Programm noch besser kennen zu lernen«, sagt Andrusch.

Auch die Anbindung eines Telematiksystems an Carlo ist kein Problem. Auch individuelle Kundenwünsche werden berücksichtigt und Fremdsysteme integriert. So auch bei Meier: »Wir haben uns für eine Telematiklösung inklusive Abliefer- und Auslieferscannung entschieden. So können wir in Zukunft den kompletten Sendungsverlauf im Internet einsehen«, erklärt Andrusch.

In punkto Kosten geht man bei Meier von klaren Einsparungen durch Carlo aus. »Im Einzelnen kann man das aber schwer beziffern, weil wir aufgrund unseres starken Wachstums keinen Vorher-Nachher-Vergleich anstellen können«, erklärt der Speditionsleiter. Auf jeden Fall habe man durch die Anwendung Personal und Zeit gespart. »Außerdem ist die Fehlerquote bei der Abrechnung gesunken«, sagt Andrusch.

Heute arbeiten bei der Spedition Meier 15 bis 20 Mitarbeiter mit dem Logistikprogramm. »Wir setzen Carlo in der Disposition, Auftragsbearbeitung, Sammelgutabfertigung, Abrechnung und im Controlling ein«, berichtet der Speditionsleiter. Nur bei Mahnwesen und Buchhaltung kommt das Programm nicht zum Einsatz - möglich wäre es aber.

Eigentlich hat Andrusch derzeit nur noch einen Wunsch, um mit dem Programm restlos glücklich zu sein: »Schön wäre es, wenn ich gleich am Ersten des Folgemonats den Vormonat mit Rückstellungen abschließen könnte. Das wäre gerade bei Kunden mit Gutschriftverfahren eine große Hilfe«. Diese Möglichkeit gibt es derzeit bei Carlo wie auch bei vielen Konkurrenten noch nicht. Aber immerhin: »Auch Soloplan sieht den Bedarf und so hoffen wir, dass das Problem in absehbarer Zeit gelöst werden kann«, sagt Andrusch.

 


DAS KANN CARLO
Carlo unterstützt Speditionsunternehmen nicht nur bei der Auftragsverwaltung und den Abrechnungsmodalitäten. Auch Transportplanung, Disposition oder das Führen von Lademittelkonten sind Einsatzgebiete des Programms. Weitere integrierte Module sind das Kundeninformationssystem, die Vertriebssteuerung und ein Statistiktool, die Vertrieb und Geschäftsführung Hilfestellung leisten. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Verbindung, mit Computersystemen für Warenwirtschaft, Lagerhaltung oder Finanzbuchhaltung möglich. Auch Telematikdienste können integriert werden.

 

 

Quelle: transaktuell Nr. 22, 10/2007, Seite 23

Bericht Spedition Klaus Meier GmbH downloaden

meier_transaktuell.pdf

Bericht Klaus Meier GmbH

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