CarLo-inTOUCH: Die Lücke schließen
Kommunikation: Der Softwarehersteller Soloplan hat seine Produktpalette erweitert. Mit CarLo-inTOUCH bieten die Kemptener auch eine Telematiklösung
Das Mobiltelefon klingelt. Doch es ist weder ein Anruf, noch hat jemand eine SMS verschickt. CarLo-inTOUCH heißt die neue Telematiklösung von Soloplan. Die Kommunikation zwischen Büro und Fahrerhaus läuft über GPRS oder auch UMTS. Die Datenpakete verschickt der Disponent somit über das Internet. Geplant und geschrieben hat er die Meldung in CarLo, der Dispositionssoftware der Kemptener. Auf welchem Endgerät die Nachricht landet, bleibt ganz die Entscheidung des Spediteurs. Er hat die Auswahl zwischen verschiedenen Symbian-Telefonen wie dem Nokia 6600 sowie einem MDA von T-Mobile mit Windows Mobile 2003 SE oder einem Workabout Pro mit Windows CE von Psion Teklogix. Nützlich ist nach Angaben des Herstellers eine Bluetooth-Schnittstelle. Damit kann eine GPS-Antenne ihrem Dienst nachkommen und auf Wunsch permanent die Position ermitteln. Damit lässt sich auch so genanntes Event-Management realisieren. Nähert sich das Fahrzeug einem virtuellen Korridor, erhält der Disponent automatisch eine Nachricht. Sollte das Fahrzeug aus dem Zeitfenster herausfallen, kann er sofort reagieren. Der Kunde wäre so rechtzeitig gewarnt, dass seine Ware möglicherweise etwas später eintrifft. Ein durchaus nützliches Tool für zeitkritische Lieferungen. »Mit der Ortung und dem Auftragsmanagement steigen wir in die Telelmatik ein«, sagt Martin Glöckner, Assistent der Geschäftsleitung. Mit dieser Anwendung könne Soloplan den Kunden alles aus einer Hand bieten, ergänzt der Diplom- Verkehrswirtschaftler. Das Auftragsmanagement ist einfach strukturiert und somit für den Nutzer leicht verständlich. Drei Speditionen aus unterschiedlichen Branchen haben die neue Anwendung ausführlich getestet.
Der Disponent plant wie immer die Touren und versendet sie dann. Er kann jetzt jederzeit verfolgen, welcher Status besteht. Bis der Fahrer erstmals die Annahme bestätigt, lautet der Status »übermittelt«. Der Fahrer findet pro Auftrag alle notwendigen Informationen auf seinem Gerät. Neben dem Lieferdatum steht dort auch die Tour- und Auftragsnummer, die Anzahl der Sendungen sowie das Gewicht. Auf Sendungsebene findet er weitere Daten zu Anzahl, Verpackung, Inhalt, Gewicht, Lademeter und Kubikmeter. Der Disponent kann weiter die Adresse des Auftraggebers, der Be- als auch der Entladestelle angeben. Außerdem ist es möglich die Lade- und Lieferzeiten, Anlieferhinweise sowie externe Referenznummern zu nennen. Bei jeder Be- und Entladestelle kann der Fahrer den Beginn und das Ende des Ladevorganges als Meldung versenden. Außerdem kann er auf dieser Ebene die Statusmeldungen des Auftrages eintragen. Die Optionen sind: Auftrag angenommen beziehungsweise abgelehnt.
Je nach Funktionsumfang des Endgerätes lässt sich auch die Schnittstelle zwischen Speditionssoftware und CarLo-inTOUCH erweitern. Die möglichen Funktionen sind Lademitteltausch und Unterschriften erfassen, scannen oder Fahrzeugdaten über die FMS-Schnittstelle auslesen. Möglich macht es die Programmierung in XML-Form. An eine Weiterentwicklung denkt der Softwarehersteller auch schon. Als Nächstes plant er eine Funktion für Lenk- und Ruhezeiten durch einfache Statusmeldungen. Für den Dienst will Soloplan vorerst nichts berechnen. Hinzu kommen dann noch einmalige Kosten für die Endgeräte sowie die Übertragungskosten der Telekommunikationsanbieter.
Bei all den möglichen Features bleibt die Anwendung begrenzt. Wer auf weitere genauere Daten wie beispielsweise die Temperatur angewiesen ist, kann sich umfangreicherer Telematiklösungen bedienen. Das Unternehmen weist explizit darauf hin, dass CarLo über Schnittstellen zu vielen Telematikanbietern verfügt. Für Kunden, die besondere Ansprüche haben, bietet sich solch eine erweiterte Lösung an.
in: trans aktuell 25/2005



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