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Translait: Gute Stimmung ist Programm

Das Produktions-, Handels- und Logistikunternehmen Translait verfügt seit 2011 mit der Transportmanagement-Software CarLo von Soloplan über eine integrierte IT-Lösung.

Vincent Stucky, Geschäftsführer Translait SA

Vincent Stucky, Geschäftsführer Translait SA.

Die Software CarLo unterstützt die Mitarbeiter bei der Disposition.

Die Sofware CarLo unterstützt die Mitarbeiter bei der Disposition.

Eine tägliche Zeitersparnis, zufriedene Mitarbeiter und Kunden sowie ein deutlich gesunkener Dieselverbrauch sind die Folge.

 

Fachartikel haben eine lang anhaltende Wirkung. Als diese Zeitschrift im September 2009 über die Spedition Krummen Kerzers AG berichtete, war Vincent Stucky hoch erfreut. Der Chef des Handels- und Logistikunternehmens Translait SA war damals auf der Suche nach einem neuen Transportmanagementsystem. "Der Beitrag beschrieb die problemlose und schnelle Einführung der Speditionssoftware CarLo von Soloplan sowie die Anbindung an das Telematiksystem Fleetboard", erinnert sich Stucky. Die Anforderungen von Krummen ähnelten den Vorstellungen von Translait. Deshalb nahm Stucky Kontakt mit den Kollegen in Kerzers auf – die Veröffentlichung des Artikels lag damals schon ein halbes Jahr zurück. „Bei Krummen hatte man bereits einige Monate Erfahrung mit dem System gesammelt und konnte mir die Lösung sehr empfehlen", berichtet der Unternehmer und ergänzt: "Die sehr schnelle und problemlose Einführung der Software bei Krummen war ein weiteres wichtiges Argument."

 

Ehrgeiziges Ziel

Der Umstieg von der bisherigen Speditionssoftware war dringend erforderlich geworden. Das Programm war zwar vor einigen Jahren eigens für Translait entwickelt worden, konnte aber mit dem schnellen Wachstum des Unternehmens nicht mehr Schritt halten. Viele Prozesse liefen umständlich und zeitaufwändig. Eine Schnittstelle zum Telematiksystem Fleetboard wäre nicht realisierbar gewesen. „Wir wollten eine integrierte Lösung mit einem Datenfluss von der Produktion, über die Logistik bis hin zum Fahrer sowie zur Abrechnung“, beschreibt Selim Khamsi, der bei Translait den IT-Bereich verantwortet. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits das Warenwirtschaftssystem Navision eingeführt. CarLo musste also nicht nur mit Fleetboard, sondern auch mit dem ERP-System kommunizieren können.

 

Diese und alle weiteren Anforderungen von Translait wurden bald darauf in einem zweitägigen Workshop mit Soloplan geklärt. "Bereits im Juni 2010 hatten wir unser Pflichtenheft", sagt Stucky. Die erste Version von CarLo wurde dann am 1. Oktober 2010 installiert, so dass die Mitarbeiter bereits geschult werden und auf ihren eigenen Rechnern üben konnten. Auch die Schnittstelle zu Fleetboard funktionierte ab diesem Zeitpunkt bereits. "Die viertägige Schulung war sehr professionell", lobt Stucky. Den offiziellen Starttermin für CarLo legte er für den 1. Januar 2011 fest. "Ein sehr ehrgeiziges Ziel, denn wir hatten einige Sonderwünsche", so Khamsi.

 

Abweichungen von der Norm

Im Grunde hätten sich die Arbeitsprozesse von Translait auch mit der Basisversion von CarLo abbilden lassen, aber Stucky wollte eine für ihn maßgeschneiderte Lösung auf Basis einer Standardsoftware. "Wir hatten uns mit den gewünschten Änderungen um ungefähr 20 Prozent von der Basisversion entfernt", schätzt Khamsi. Drei Monate später hatten die Entwickler von Soloplan über 90  Prozent der gewünschten Anpassungen realisiert – inklusive der Schnittstelle zu Navision.
Die Abweichungen von der Norm resultieren bei Translait aus dem Geschäftsmodell. Schließlich handelt es sich hier nicht um eine Spedition, sondern um einen Produktions- und Handelsbetrieb mit eigenem großen Fuhrpark, der auch gewerblich unterwegs ist. Die 60 Tank-Lkw übernehmen nicht nur eigene Transporte, sondern fahren auch für Dritte, so dass regelmäßig Frachten abgerechnet werden müssen. Diesen Part übernimmt CarLo, während der Handelsrechnungen von Navision erzeugt werden. Dabei hilft die Schnittstelle zum Transportmanagementsystem, so dass zum Beispiel die tatsächlich ausgelieferten Mengen automatisiert von CarLo zu Navision übertragen werden können.


Eine Stunde pro Tag gespart
Ebenso einfach funktioniert die Weitergabe der Aufträge von CarLo an die 60 Lkw. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da über 90 Prozent der Fahrzeuge nur alle 14 Tage in der Zentrale in Corminboeuf vorbeikommen. An eine persönliche Übergabe der Aufträge an die 70 Fahrer, die den Fuhrpark an sieben Tagen der Woche bewegen, ist nicht zu denken. Stattdessen funktioniert die Übertragung der Daten per GPRS-Mobilfunk. Hier spielt die Schnittstelle zwischen CarLo und dem Telematiksystem eine entscheidende Rolle. Obwohl Translait einen Mischfuhrpark aus Scania, MAN und Mercedes besitzt, verfügen sämtliche Fahrzeuge über das Telematiksystem Daimler Fleetboard.
Die Bordrechner empfangen direkt von CarLo die Auftragsdaten, die vom Fahrer per Knopfdruck bestätigt werden. Außerdem müssen vom Fahrer die verschiedenen Auftragszustände wie "Ankunft Fabrik", "Start Abladen" oder "Ende abladen" sowie die genauen Mengen der flüssigen Güter eingegeben werden. Die verfügbaren Restlenkzeiten werden hingegen ohne Zutun der Fahrer automatisch errechnet und ebenfalls an die Zentrale gesendet. Für die vier Disponenten, die pro Tag zwischen 100 und 150 Aufträge mit einem Volumen von 1,5 bis 2 Millionen Litern auf die Flotte verteilen, ist das harmonische Zusammenspiel von CarLo und der Telematiklösung ein Segen. Eine weitere Vereinfachung brachten die vorkonfigurierten Standard-Touren, die Translait mit CarLo auf einfache Weise bilden und ändern kann. "Insgesamt sparen unsere Disponenten rund eine Stunde Zeit pro Tag", schätzt Khamsi. Zudem konnte durch den Telematikeinsatz sowie einer Fahrerprämie der Dieselverbrauch um zwei Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden.

 

 

Zufriedene Mitarbeiter

Die Amortisation der Gesamtlösung steht somit unter einem guten Stern: Neben der Dieselersparnis schlagen hier die erwähnten Arbeitserleichterungen für die Disponenten und das automatisierte Erstellen der Frachtrechnungen zu Buche. Ein weiterer Pluspunkt lässt sich jedoch nicht in Zahlen ausdrücken: "Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist durch die moderne Speditionssoftware deutlich gestiegen", sagt Stucky. Das wiederum hänge mit der Anwenderfreundlichkeit und der Stabilität von CarLo zusammen. Sehr beliebt sei auch die Möglichkeit, dass sich jeder Mitarbeiter die Darstellung seiner Bildschirmanzeige mit wenigen Handgriffen individuell einstellen kann.

 

Autor: Marcus Walter







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